Interstallar

Interstellar – Ein kurzer akustischer Einblick

Zugegeben ich bin kein großer Freund von Science Fiction Filmen. Star Wars und Co. sind zumindest inhaltlich völlig an mir vorbei gerauscht. Aus der Sicht des guten Ton sicherlich aber nicht. Georg Lucas war einer der ersten Regisseure, die angefangen haben das Bild des Sound Designs und des Sound Designers zu erschaffen und den Weg für den guten Ton im Kino zu ebnen.

Letzte Woche habe ich mir den Film „Interstellar“ vom Regisseur Christopher Nolan angeschaut. Wenn ich in einem Wort diesen Film beschreiben sollte, dann wäre es dieses. Unglaublich. Ich bin immer noch von diesen großen Bildern, Momenten und Sound mitgenommen. Christopher Nolan hat schon mit der Batman Trilogie gezeigt, dass er das richtige Gespür für große Bilder, Storytelling und Tongestaltung hat. Egal ob man nun findet, dass es Mainstream-Hollywood-Schincken sind, muss man zugeben, dass die Filme extrem gut, aufwendig produziert und gestaltet sind. Mit „Interstellar“ hat Nolan für mich ein Meisterwerk geschaffen.

Da ich ein sehr audiophiler Mensch bin soll es hier um die voranging über die Musik und die Tongestaltung gehen. Über den Inhalt oder einzelnen Szenen werde ich ich nicht viel sagen, da ich nicht die Spannung vorweg nehmen möchte. Schaut euch den Film im Kino an. Es lohnt sich.

Die Musik zum Film stammt von Hans Zimmer. Schon in den vergangenen Filmen hat Nolan den gebürtigen Frankfurter beauftragt die Musik für seine Filme zu komponieren. Zimmer schafft es wiedermal den passenden Klang für jeder Situation zu finden. Mit dem Soundtrack „Stay„, das Hauptmotiv des Films, stellt er nicht nur Einsamkeit, Angst und Mystik des Alls dar sondern zeigt, dass ein guter Soundtrack nicht komplizierte Phrasen braucht. Manchmal reichen auch vier Töne aus. Als Hauptinstrument nutzt er eine Orgel bzw. orgelartiges Instrument. Ich persönlich empfinde die Orgel als ein sehr mächtiges klingendes aber auch melancholisches Instrument. Es induziert auch das Gefühl von etwas Neuem und zugleich Respektvollem und vielleicht Unbekannten. Gefällt mir sehr gut. Großartige Arrangements und der Versuch nicht die Stille im All mit Musik zuzupacken machen die Filmmusik zu einem echten Genuss. Wahrscheinlich kaufe ich mir bald den kompletten Soundtrack. Hier zu habe ich noch zwei interessante Links über die Entstehung des Soundtracks für euch.

Ein Video mit Christopher Nolan und Hans Zimmer über das Hauptmotiv „Stay“ und der Orgel als Hauptinstrument. (Quelle: http://soundworkscollection.com)

 

Hierzu noch ein spannender Podcast mit Hans Zimmer über den Soundtrack des Filmes. (Quelle: http://soundworkscollection.com)

 

Zur Tongestaltung möchte ich noch ein paar Worte verlieren. Seit langem bin ich wieder mal von der Tongestaltung eins Filmes so fasziniert. Unglaublich packender Tonschnitt, tolle Atmosphären und das richtige Gespür machen diesen Film zu einem absoluten Erlebnis. Besonders fasziniert mich, dass fast alle Geräusche und Atmosphären real sind. Beim Thema Weltraum schießen den meisten im ersten Augenblick eher synthetischer Klänge durch den Kopf. Klischeehafter Weise. Hier wurden viele Aufnahmen verwendet und aufwendig arrangiert. Nicht umsonst haben alleine die Tonarbeiten an dem Film ein halbes Jahr gedauert.

Hierzu ein habe ich auch noch ein schönes Video gefunden. Wie bei dem Film und Podcast davor stammt dieser auch von SoundWorks Collection. Ich liebe diese Seite. Unbedingt abonnieren und weiterempfehlen.

 

 

Fazit

Als Schlusssatz kann ich wieder nur eins sagen: unbedingt anschauen! Ein Genuss für alle Sinne.

 

Quelle des Titelbildes: http://wwws.warnerbros.de/interstellar/

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