Sound Design & Sound Art

EQs

Mein Plug-In-Garten: Equalizer

Mein Freund Matthias hat mich angestoßen, eine kleine Serie zu veröffentlichen, um zu zeigen welche Plug-Ins ich so in meinem Musikproduktions- und Postproduktionsalltag benutze. Dem bin ich gefolgt und habe mir Gedanken gemacht, mit was ich wohl anfange. Idee ist es, mit dem grundlegendsten Klangformer überhaupt zu beginnen. Dem Equalizer. Seit vielen Jahrzehnten prägen EQs den Klang eines Instrumentes, einer Stimme oder Mischung.

Nun bewege ich mich zwischen der Musik- und Filmtonwelt. Das heißt auch, dass ich auf spezielle Helfer für den jeweiligen Bereich zurückgreife. Bei EQs und Kompressoren zeihe ich keine Unterscheidung zwischen den Plug-Ins. Für den Filmtonbereich werden meist keine speziellen färbenden EQs verwendet, sondern eher die Standard-Helfer in den einzelnen DAWs oder neutral klingen Geräte. Dies finde ich persönlich etwas schade, da „musikalische“ EQs einen tollen Klang haben und auch Filmton eine schöne Note verleihen. Ich habe deswegen auch noch nie eine Grenze gezogen und finde das beides gut zu einander kompatibel ist.

Für mich gibt es grundsätzlich zwei verschiedene Gruppen von EQs. Nicht-färbende oder färbende EQs. Die nicht-färbenden EQs sind sehr analytisch und dienen für mich mehr um störenden Geräusche und Frequenzen zu entfernen. Grundlegend sind die Standard-EQs in den verschieden DAWs gut zum Entfernen von Störenfriede. Wichtig bei den nicht-färbenden EQs sind die einstellbaren Parameter. Frequenz, Filterform, Filtergüte und positive als auch negative Verstärkung. Hierbei ist die größtmöglichste Flexibilität für mich sehr wichtig, um möglichst alle auftauchenden Unannehmlichkeiten zu beseitigen und Situationen abzudecken.

 

Meine Top analytischen EQs

  • Digital V2 von Brainworx

    Mein absoluter Liebling. Sehr flexibel, absolut neutral im Klang und sehr weich. Besonders gefallen mir die Mitte/Seite Optionen und auch der Bass-Shift und Presents-Shift. Unbedingt mal die Testversion probieren.

  • ProQ von FabFilter

    Ich bin persönlich ein großer Fan von FabFilter ich mag die kleine innovative Schmiede aus Amsterdam. Besonders schätzen tu ich die einfache Bedienung. Ich kann sehr schnell Frequenzen editieren und modifizieren. Sein Klang ist auch sehr neutral und im Vergleich gegenüber EQs in DAWs weicher.

  • Der EQ von ProTools

    Klein, gut und quasi umsonst. ProTools liefert einen EQ mit, den ich ohne Bedenken einsetzen kann. Besonders der EQ im Channelstrip geht sehr schnell zu bedienen.

Jetzt komme ich zu den färbenden EQs. Diese haben die Aufgabe Klang zu schaffen. Mit den diesen Equalizern drehe ich im Regelfall nur die Verstärkung rein. Dabei spiel Flexibilität und Funktionsumfang für mich nicht die entschiedenste Rolle, sondern der charakteristische Klang. Dabei gibt es verschiedene EQ, die ich je nach Einsatzzweck (Klangform) verwende. Klangformen sind für mich zum Beispiel Aggressivität, Weichheit und Luftigkeit.

 

Meine Top Klang-Schaffenden EQs

  • Grand-Channel EQ (EQF 100) von Softube

    Extrem weicher passiver EQ mit einem sehr runden Klang. Einsatzgebiet: Streicher, Gesang, Sprache, Pad-Sounds, Klavier.

  • Trident EQ von Softube

    Sehr präsenter, aggressiver und dreckiger Equalizer. Bringt viel Präsenz rein und schiebt das Sound-Element in den Vordergrund. Einsatzgebiet: Gitarre, Lead-Sounds, Keys

  • Pultech EQ von Universal Audio

    Der Klassiker. Einzigartiger Klang und vielseitige einsetzbar. Einsatzgebiet: für mich auf fast alle einsetzbar

 

In der nächsten Folge werde ich euch meine Kompressoren vorstellen. Hoffe, dass es die Serie gefällt und freue mich über euer Feedback!

2 Comments

  • Moin Bony!

    Sehr schön, ich freu mich auf die Serie!

    Übrigens, was ich auch sehr spannend fänd, sind nicht nur die Plugin die Du zur Klangbeeinflussung nutzt, sondern zur Analyse.

    Ich beispielsweise hadere da noch ein wenig. Es gibt viele ganz gute Tools. ich schau mir da gerade was von BlueCat (?) an. Aber ich habe beispielsweise noch kein Tool gesehen, was mir über einen Aufnahme (lang, in der Regel über 1h) auf einen Blick alle clippenden Stellen aufzeigt/markiert.

    Was hast Du da am Start, um CLipping, Verzerrung, Rauschen zu identifizieren, zu analysieren?

    Cheers,
    Matthias

  • Moin Matze!

    Danke für dein Feedback! In meinem Plan steht es schon drin. Ich werde auf jeden Fall auch einen Post zu Analyse-Helfer schreiben!

    Spontan kenne ich auch kein Tool, was Clipping-Stellen markiert. Ich persönliche schaue immer nach den abgeschnittenen Wellenformen und höre mir alles immer an (Ist bei mir relativ einfach, da ich keine langen Aufnahmen habe, wie bei Radio oder Podcast). Ich recherschiere mal mit. Vielleicht findet sich, was Cooles 😉

    Beste Grüße,
    Bony

    P.S.: Schuldige, dass die Antwort etwas später kommt. Bin spontan aus Freital nach Dresden gezogen. 😉

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